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Gemeindeverwaltung Ostercappeln, Tourist-Info

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Mo-Fr 08:30-12:00, Do 14:00-18:00, 1. Sa 10-12:00
Bürgerbüro Venne, Hauptstr. 27: T. 05476/273 /902086
Di 9:30-11:30, Do 14:30-17:30, TI Do 8:00-13:00, TI Alte Mädchenschule, Kirchplatz 9, Di-Do 14:00-17:00

PfeilAktuell:

Ludwig Windthorst

Ab sofort sind die beliebten Sonderbriefmarken zum 200. Geburtstag von Ludwig Windthorst wieder zu bekommen
(je Blatt mit 20 Briefmarken a' 0,55 € für 15,00 €). Kontakt unter 05473/9202-11 oder info@ostercappeln.de.



Pressespiegel
















2012 10 11 Verhältnis Staat - Kirche - Windthorst bis heute
Bürgermeister Rainer Ellermann, Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering, Prälat Prof. Dr. Felix Bernard, Dr. Frank Buskotte
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2012 03 23 - Windthorst-Wanderung
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2012 03 23 - Windthorst-Wanderung























Windthorst im Radio: Dat Ludwig-Windthorst-Jahr, 30.01.2012, 20:00 Uhr
NDR1











Windthorst im Radio:
NDR 1
WDR 5


200 Jahre Ludwig Windthorst
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Die Zeit-online


















Ludwig Windthorst

ist der wohl größte und wichtigste politische Sohn der Gemeinde Ostercappeln.
Geboren wurde Ludwig Windthorst am 17.01.1812 auf Gut Caldenhof (Gemeindeteil Hitz-Jöstinghausen der Gemeinde Ostercappeln). Seine schulische und politische Laufbahn ist beachtenswert.
In der Gemeinde Ostercappeln gibt es daher zahlreiche Hinweise und Fußspuren von Ludwig Windthorst wie z. B. die Windhorststraße, die Ludwig-Windthorst-Schule, die Windthorstgedenkstätte, die "Alte Mädchenschule" und die Windthorstbrücke.
Die Politik in der Gemeinde Ostercappeln fühlt sich der Tradition von Ludwig Windthorst verbunden, insbesondere seinem Einsatz für Randgruppen, für die verschiedenen Volksgruppen sowie für alle Religionen und Glaubensbekenntnisse. Ludwig Windthorst steht für "Wahrheit, Freiheit und Recht".

Ludwig Windthorst war der wichtigste innenpolitische Gegenspieler des Reichskanzlers Otto von Bismarck. Über alle Parteigrenzen hinweg galt er als der bedeutendste Parlamentarier seiner Zeit, oder um es mit Golo Mann zu sagen: der „genialste Parlamentarier, den Deutschland je besaß“. Er hat die Wahrung der Menschen- und Minderheitenrechte gegen preußische Machtpolitik verteidigt, insbesondere die Religionsfreiheit der Katholiken während des sog. Kulturkampfes. Zugleich hat er als Repräsentant der Zentrumspartei die Eigenständigkeit der Politik gegen kirchliche Bevormundung behauptet.

Als Abgeordneter des Wahlkreises Meppen ist er noch heute ein Vorbild für viele Menschen, die sich politisch, gesellschaftlich und kirchlich im Emsland, im Raum Osnabrück und darüber hinaus engagieren und sich dabei von den Prinzipien der christlichen Soziallehre leiten lassen.


Biografie des katholischen Politikers Ludwig Windthorst



Zum Jubiläumsjahr 2012 kann ein umfangreiches Programm vorgestellt werden:








Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme ein.
Außerdem können Sie über die Tourist-Info in der Gemeinde Ostercappeln (info@ostercappeln.de) einen "Jubiläums-Regenschirm" (15,00 €) und die aktuelle Briefmarke "Ludwig Windthorst" erhalten (je Blatt mit 20 Briefmarken a' 0,55 € für 15,00 €).
Ludwig Windthorst - Briefmarke
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Ludwig Windthorst - Briefmarke



Natürlich können Sie hier und im Internet viel über Ludwig Windthorst erfahren. Wir empfehlen Ihnen auch gerne die Seite der Ludwig-Windthorst-Stiftung oder der Nachwuchsorganisation der "LUWIs".

Auch, aber nicht nur für Schulen gibt es interessantes Lehrmaterial!


Kurzbiografie



    17.01.1812 Ludwig Windthorst wird in Ostercappeln (Gut Caldenhof) geboren
    1820-1822 Besuch der "Mädchenschule" in Ostercappeln
    Logo
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    Mädchenschule


    1822-1830 Besuch des Gymnasiums Carolinum in Osnabrück
    1830-1834 Jurastudium in Göttingen und Heidelberg; 1. Staatsexamen
    1834-1836 Assessor in Osnabrück; zweites Anwaltsexamen; Dr. jur.
    1836 Niederlassung als selbstständiger Anwalt in Osnabrück
    29.05.1838 Eheschließung mit Julie Engelen auf Gut Oedingberge bei Glandorf
    1842 Bestellung zum Vorsitzenden Rat des Katholischen Konsistoriums in Osnabrück. Die Behörde vertrat die staatlichen Rechte gegenüber der Kirche im Bistum Osnabrück.
    1843 Syndikus der Osnabrücker Ritterschaft
    1848 Richter im Kriminalsenat des Oberappellationsgerichts in Celle, dem höchsten Gerichtshof des Königreichs Hannover.
    1848 Erfolglose Kandidatur zur Frankfurter Nationalversammlung
    1849 Wahl zum Abgeordneten der 2. Kammer der allgemeinen Ständeversammlung des Königreichs Hannover. W. vertritt den Wahlkreis Bad Iburg.
    1851 Wahl zum Präsidenten der 2. Kammer
    1851-1853 Justizminister des Königreichs Hannover. Zum ersten Mal erhält ein Katholik ein Ministeramt.
    1854-1857 wieder Abgeordneter der 2. Kammer
    1857 Mitwirkung bei der Wiederdotation des Bistums Osnabrück
    1857-1862 wieder Anwalt in Osnabrück
    1862-1865 Erneute Berufung zum Justizminister
    1866 Kronoberanwalt am Oberappellationsgericht in Celle.
    1867 Nach der Eroberung des Königreichs Hannover durch Preußen Entlassung aus dem Justizdienst und Pensionierung.
    1867 Wahl zum Abgeordneten des Parlaments des norddeutschen Bundes im Wahlkreis Meppen, Aschendorf und Hümmling.
    1868 Windthorst vertritt die Welfenfamilie im Streit gegen Preußen um die Rückgabe des konfiszierten Privatbesitzes des Königshauses.
    1871 Wahl zum Abgeordneten des Deutschen Reichstags im Wahlkreis Meppen, Lingen und Bentheim
    1871 Gründung der Zentrumspartei; Windthorst steigt schnell zum unumstrittenen Führer der Partei auf, auch wenn er nicht den Vorsitz innehat.
    1871-1887 Kulturkampf. Er beginnt mit Erlass des „Kanzelparagraphen“.
    1872 Jesuitengesetz (Auflösung vieler Orden)
    1873 „Maigesetze“: Der preußische Landtag unterstellt das kirchliche Leben ganz der staatlichen Regelung – Maßnahmen gegen Bischöfe und Priester.
    1875 Sperrgeldgesetz – staatliche Leistungen an die katholische Kirche werden eingestellt.
    1878 W. streitet mit Papst Leo XIII. über den politischen Weg zur Aufhebung der antikirchlichen Gesetze
    1878 Windthorst stimmt mit den Sozialdemokraten gegen das Sozialistengesetz
    Ab 1880 Allmählicher Abbau der Maigesetze
    1886 / 1887 „Friedensgesetze“ zur Beendigung des Kulturkampfes
    1887 „Septennatsstreit“. Bismarcks Forderung, den Heeresetat auf 7 Jahre festzulegen, wird vom Vatikan aus kirchenpolitischen Gründen unterstützt. Der Papst drängt das Zentrum, der Vorlage zuzustimmen, das aufgrund der Fraktionsstärke eine Schlüsselstellung innehat. Windthorst und das Zentrum widersetzen sich, weil das Budgetrecht des Parlaments eingeschränkt und die Bevölkerung finanziell zu stark belastet wird.
    06.02.1887 Rede in Köln: Windthorst unterstreicht die Unabhängigkeit des Zentrums vom Papst und betont die Unterscheidung zwischen kirchlichen Belangen und politischer Sachgerechtigkeit.
    1890 Windthorst und Franz Hitze gründen den Volksverein für das katholische Deutschland.
    14.03.1891 Ludwig Windthorst stirbt in Berlin an einer Lungenentzündung.

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