Historie der Gemeinde Ostercappeln
Die Gemeinde Ostercappeln liegt im Nordosten des Landkreises Osnabrück und im Südwesten Niedersachsens. Sie existiert in ihrer heutigen Größe und geografischen Form seit dem Jahr 1972. Im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform in Niedersachsen entstand sie durch den Zusammenschluss ehemaliger selbstständiger Gemeinden im Altkreis Wittlage zu denen Haaren, Hitz-Jöstinghausen, Nordhausen, Ostercappeln (Samtgemeinde Ostercappeln), Broxten, Vorwalde, Niewedde (Samtgemeinde Venne) und Schwagstorf zählten. Die drei Ortschaften Ostercappeln, Schwagstorf und Venne prägen heute das Bild der Flächengemeinde mit ihren mehr als 9800 Einwohnern. Ostercappeln gehört zu den ältesten Siedlungsräumen des Osnabrücker Landes.
Der Ortsname Ostercappeln verweist auf eine Kapelle im Osten des Bistums Osnabrück, die vermutlich in karolingischer Zeit auf einem bischöflichen Lehngut entstand. Die Ursprünge Ostercappelns liegen im Dunkeln, da schriftliche Aufzeichnungen fehlen. Sicher ist, dass nach den Sachsenkriegen (> 800 n. Chr.) Bistümer, Klöster und Meyerhöfe gegründet wurden. Seit dem Ende des 11. Jahrhunderts erwarben die Bischöfe von Osnabrück verstärkt Wirtschaftshöfe (Curien) in der Region. Zu den alten Siedlungsplätze im Wiehengebirge zählen Haaren (1068), Hitz-Jöstinghausen (1070/88) und Nordhausen (1200).
Im Umkreis der ersten St. Lambertuskirche bildete sich eine befestigte Kirchhofsiedlung. 1273 wird ein Speicher "dat vorwerk to Osterkappelen" zum Heiratsgut der Gräfin von Rietberg gezählt. Für das Jahr 1388 ist noch ein Kirchhofspeicher derer von Bar verzeichnet. 1412 verlehnt das Kloster Herford einen halben Hof in Ostercappeln an das Geschlecht von Schwagstorf. Im Jahre 1512 werden 108 Schatzpflichtige gezählt, die die Entwicklung zum "Wiegbold Ostercappeln" bestimmen. Das befestigte Kirchdorf hatte eine halbstädtische Verfassung und war zugleich Sitz des Gogerichtes zum Angelbeke (Hunte), zu dessen Bezirk die Ämter Engter, Wittlage und Hunteburg, Stemwede und die ravensburgischen Kirchspiele Preußisch Oldendorf und Börninghausen zählten. Nach dem Westfälischen Frieden von 1648 bleibt das Dekanat Ostercappeln katholisch. Um 1772 ist der Ort handwerklicher Mittelpunkt im alten Amt Wittlage.
Erste urkundliche Erwähnugen der heutigen Ortschaften Venne und Schwagstorf datieren um 1090. Sie entstanden als Bauernschaften zwischen dem Großen Moor und dem Wiehengebirge. Die besondere Lage am Hellweg hat die Entwicklung geprägt. Der Ortsname Venne weist auf eine sumpfigen Niederung hin und taucht bereits im Jahre 1074/87 in einer Gerichtsverhandlung über das dortige Freigut auf. Die Errichtung einer Kirche folgte 1090 auf den Gründen des Meyerhofes am Mühlenbach. Durch die Pfarrkirche wird Venne ab 1273 zum kirchlichen Mittelpunkt der Bauernschaften. Es entsteht eine Kirchhöfersiedlung im Umkreis der Walburgisirche, die wie Gut Borgwede (1050), zur Bauernschaft Vorwalde gehörte. Die Bauernschaften Broxten, Niewedde und Vorwalde bilden im Mittelalter die Vogtei Venne. Im Jahre 1650 konvertiert die Walburgiskirche zum evangelich-lutherischen Bekenntnis. - Im Jahre 1811 gehörte die "Mairie Venne" mit den genannten Bauernschaften zum Kanton Ostercappeln. 50 Jahre später bildete sich die Samtgemeinde Venne.
Das Vennermoor wurde Ende des 18. Jahrhundert kultiviert. Die Besiedlung setzte erst über hundert Jahre später ein. In den Jahren 1895 bis 1906 erfolgte die Aufteilung des Venner Dieven Moores. Nachdem Siedler angeworben worden waren, begannen ab 1933 die Erschließungsarbeiten im Venner Moor.
In Velzeten und Svavastorp (Schwagstorf) werden 1090 Bauernhöfe urkundlich erwähnt. Ende des 13. Jahrhunderts wurde der Bau der Schwagstorfer Landwehr zur Abwehr von Überfällen voran getrieben. Ab 1355 gehört Schwagstorf zum Kirchspiel Ostercappeln. Seit dem Spätmittelalter sicherten die Osnabrücker Bischöfe den Grenzraum in der Bruchlandschaft durch den Bau von Ministerial- und Rittersitzen. Im 16. Jahrhundert bilden die Ortsteile Schwagstorf, Driehausen, Felsen und Horst das Gemeinwesen . 1770 leben etwa 700 Einwohner in der Landgemeinde Schwagstorf. Hundert Jahre später hat sich die Einwohnerzahl fast verdoppelt. Der Bau des Mittellandkanals (1906 bis 1938) ist ein Ereignis, das Auswirkung auf Land und Leute hat.
Die Aufhebung des Fürstbistums Osnabrück (1803) und die Gründung des Kantons Ostercappeln erfolgt im Zuge der napoleonischen Herrschaft. Danach gehört Ostercappeln zum Königreich Westfalen, dann zu Hannover und Preußen. Ab 1885 gehört Ostercappeln zum Kreis Wittlage in der Provinz Hannover.
Megalithgräber in Haaren, Darpvenne, Felsen und Driehausen belegen eine Besiedlung bereits um 2500 Jahre v. Christus. Die Schnippenburg (300 - 100 v. Chr.) war in der vorrömischen Eisenzeit ein befestigter Ort mit zentraler Bedeutung. Handelsbeziehungen zum keltischen Raum, örtliche Eisenverarbeitung und kultische Handlungen prägten die Siedlungsstätten in den Wald- und höhergelegenen Eschgebieten . Im Großen Moor wurden die ältesten Bohlenwege der Welt entdeckt. Archäologische Funde in der Kalkrieser- Niewedder Senke verweisen auf das antike Schlachtfeld der Varusschlacht.
St. Lambertuskirche
Erste urkundliche Erwähnugen der heutigen Ortschaften Venne und Schwagstorf datieren um 1090. Sie entstanden als Bauernschaften zwischen dem Großen Moor und dem Wiehengebirge. Die besondere Lage am Hellweg hat die Entwicklung geprägt. Der Ortsname Venne weist auf eine sumpfigen Niederung hin und taucht bereits im Jahre 1074/87 in einer Gerichtsverhandlung über das dortige Freigut auf. Die Errichtung einer Kirche folgte 1090 auf den Gründen des Meyerhofes am Mühlenbach. Durch die Pfarrkirche wird Venne ab 1273 zum kirchlichen Mittelpunkt der Bauernschaften. Es entsteht eine Kirchhöfersiedlung im Umkreis der Walburgisirche, die wie Gut Borgwede (1050), zur Bauernschaft Vorwalde gehörte. Die Bauernschaften Broxten, Niewedde und Vorwalde bilden im Mittelalter die Vogtei Venne. Im Jahre 1650 konvertiert die Walburgiskirche zum evangelich-lutherischen Bekenntnis. - Im Jahre 1811 gehörte die "Mairie Venne" mit den genannten Bauernschaften zum Kanton Ostercappeln. 50 Jahre später bildete sich die Samtgemeinde Venne.
Das Vennermoor wurde Ende des 18. Jahrhundert kultiviert. Die Besiedlung setzte erst über hundert Jahre später ein. In den Jahren 1895 bis 1906 erfolgte die Aufteilung des Venner Dieven Moores. Nachdem Siedler angeworben worden waren, begannen ab 1933 die Erschließungsarbeiten im Venner Moor.
In Velzeten und Svavastorp (Schwagstorf) werden 1090 Bauernhöfe urkundlich erwähnt. Ende des 13. Jahrhunderts wurde der Bau der Schwagstorfer Landwehr zur Abwehr von Überfällen voran getrieben. Ab 1355 gehört Schwagstorf zum Kirchspiel Ostercappeln. Seit dem Spätmittelalter sicherten die Osnabrücker Bischöfe den Grenzraum in der Bruchlandschaft durch den Bau von Ministerial- und Rittersitzen. Im 16. Jahrhundert bilden die Ortsteile Schwagstorf, Driehausen, Felsen und Horst das Gemeinwesen . 1770 leben etwa 700 Einwohner in der Landgemeinde Schwagstorf. Hundert Jahre später hat sich die Einwohnerzahl fast verdoppelt. Der Bau des Mittellandkanals (1906 bis 1938) ist ein Ereignis, das Auswirkung auf Land und Leute hat.
Die Aufhebung des Fürstbistums Osnabrück (1803) und die Gründung des Kantons Ostercappeln erfolgt im Zuge der napoleonischen Herrschaft. Danach gehört Ostercappeln zum Königreich Westfalen, dann zu Hannover und Preußen. Ab 1885 gehört Ostercappeln zum Kreis Wittlage in der Provinz Hannover.
Megalithgräber in Haaren, Darpvenne, Felsen und Driehausen belegen eine Besiedlung bereits um 2500 Jahre v. Christus. Die Schnippenburg (300 - 100 v. Chr.) war in der vorrömischen Eisenzeit ein befestigter Ort mit zentraler Bedeutung. Handelsbeziehungen zum keltischen Raum, örtliche Eisenverarbeitung und kultische Handlungen prägten die Siedlungsstätten in den Wald- und höhergelegenen Eschgebieten . Im Großen Moor wurden die ältesten Bohlenwege der Welt entdeckt. Archäologische Funde in der Kalkrieser- Niewedder Senke verweisen auf das antike Schlachtfeld der Varusschlacht.








