Wandertipp Stenshöhe
Im Waldgebiet der Venner Egge liegt die Stenshöhe, wo ein Gedenkstein an den Oberforstmeister Gustav Stens erinnert. Er leitete im 19. Jahrhundert die zur Klosterkammer gehörende Oberförsterei Osnabrück. Der etwas abseits der Wanderrouten zum Süntelstein gelegene Gedenkstein ist von hohen Bäumen umgeben. Gustav Stens soll dazu beigetragen haben, dass die früher zum Gut Borgwedde gehörenden Waldungen nach der Zahlungsunfähigkeit des Besitzers in öffentliche Hände kamen und wieder aufgeforstet wurden.
Um den Gedenkstein haben sich mehrere Legenden gebildet. Eine dieser Erzählung hat zum Inhalt, dass Stens sich aus Gram über den Niedergang des Gutes Borgwedde dort erschossen habe. Eine andere Version sagt, daß Förster Stens auf der Egge einen Wilderer gestellt habe. Der Wilderer soll sich gegen die Festnahme gewehrt haben und während des Kampfes den Förster Stens erschossen haben. Von den Naturfreunden hörte man, dass an der Stelle einer ihrer Wanderkameraden mit den Namen Stens in der Sommerhitze einen Herzschlag erlitt und dort starb.
Oberforstmeister Gustav Stens wurde am 12. März 1862 in Theiningsen bei Soest (Nähe Möhnesee) geboren. Nach Beendigung seines Studiums trat er seine erste Stelle als Forstassessor in Stade an. Am 01 .Mai 1901 übernahm er die Oberförsterei Schmiedefeld am Rennsteig in Thüringen. Vor Beginn des 1. Weltkrieges bekam er am 01. August 1912 die Oberförsterei Aurich in Ostfriesland. Nach dem 01 .April 1919 wurde er Leiter der Oberförsterei Osnabrück und führte den Titel eines Oberforstmeisters. Gustav Stens war verheiratet und hatte fünf Kinder. Er starb am 22. Juli 1929 in Osnabrück.













