Wie möchte ich 2030 in Ostercappeln leben?
Schüler der Ludwig-Windthorst-Schule werden an der Leitbilderstellung zum Flächennutzungsplan beteiligt.
Ostercappeln(cb) „Ich finde die Wertschätzung der Gemeinde den Schülern gegenüber sehr gut. Wertschätzung deswegen, dass die Gemeinde junge Leute auch um ihre Meinung, ihre Stellungnahme bittet. Nicht einfach immer nur für sich entscheidet aus einer bestimmten Generation heraus“, zeigte sich Peter Rehme, Schulleiter der Ludwig-Windthorst-Schule (LWS) Ostercappeln, während eines Projekttages äußerst begeistert. Warum Projekttag?
Ostercappeln(cb) „Ich finde die Wertschätzung der Gemeinde den Schülern gegenüber sehr gut. Wertschätzung deswegen, dass die Gemeinde junge Leute auch um ihre Meinung, ihre Stellungnahme bittet. Nicht einfach immer nur für sich entscheidet aus einer bestimmten Generation heraus“, zeigte sich Peter Rehme, Schulleiter der Ludwig-Windthorst-Schule (LWS) Ostercappeln, während eines Projekttages äußerst begeistert. Warum Projekttag?
Die Gemeinde Ostercappeln möchte für den zukünftigen Flächennutzungsplan ein Leitbild „Ostercappeln 2030” erstellen. Dazu bot sie den Bürgerinnen und Bürgern bereits verschiedene Umfragen an. „Wir sind dann alle die Senioren! Wo sind denn die Leute, die dann in der politischen Verantwortung stehen?“ Dieser Beitrag einer Bürgerin war Anstoß für die Gemeinde, sich den Schülern der achten und neunten Klassen der LWS zuzuwenden und sie zu befragen: Was ist für euch wichtig? Wie könnte eure Gemeinde 2030 aussehen? Vor Ort weilte die mit der Erstellung dieses Leitbilds beauftragte Firma - Dipl.-Journalistin Katharina Mehring und Dipl.-Geograph Klaus Ludden vom Projektbüro pro-t-in Lingen. Im Rahmen des Projekttags führten sie die Umfrage mit den jeweiligen Klassenlehrern durch. Zuvor hatten sie ebenfalls die drei Bürgergespräche in den Gemeinden Ostercappeln, Schwagstorf und Venne federführend begleitet.
Erarbeitet wurden in der LWS fünf Themenfelder: „Wohnen und Leben“, „Arbeit und Beschäftigung“, „Umwelt und Energie“, „Mobilität“ und „Freizeit“, immer mit der Frage vor Augen: Wie möchte ich 2030 in Ostercappeln leben? „Es geht um den Ausschnitt ‚Perspektive Jugendliche‘, wie sie auf 2030 schauen und wie das Leben dann gestaltet werden soll“, erläuterte Katharina Mehring.
„Ich finde die Idee total gut, obwohl wir manchmal vergessen haben, dass das erst 2030 ist“, meinte Vivien, die damit aufzeigte, dass es für die Schüler nicht ganz einfach war, soweit nach vorne zu schauen. Viel hätten sie über die eigenen Bedürfnisse nachgedacht, aber auch bereits „ihre“ Kinder mit einbezogen. Einige signalisierten gleich, dass sie Ostercappeln nach der Schule den Rücken kehren andere, wie Vivien möchten bleiben: „Weil ich hier aufgewachsen bin“, sagte die Schülerin, die gerne Krankenpflegerin werden möchte. Wünschen würden sich die Jugendlichen zum Beispiel mehr Betriebe in der Nähe, „damit man hier arbeiten kann“, aber auch ein Schwimmbad, „was wohl finanziell nicht realisierbar ist“, so Jasmins Einschätzung.
„Als Gemeinde Ostercappeln sind uns die Meinungen unserer jungen Menschen überaus wichtig“, betonte Bürgermeister Rainer Ellermann, dass die Ergebnisse im „Leitbild“ mit erscheinen würden. Er kündigte an: „Wir werden die Schüler-/innen weiter am Prozess beteiligen und informieren.“ Sein Wunsch sei es: „Über diesen Prozess eine dauerhafte Aktion zu machen, sich also beispielsweise einmal jährlich im Forum der Schule für zwei Stunden zu treffen, um über die Rahmenbedingungen in der Gemeinde Ostercappeln zu diskutieren.“
Dann könnten die Jugendlichen hautnah erleben, „dass sehr wohl viele ihrer Vorschläge aufgegriffen, beraten und durchgeführt werden. Vielleicht können wir dann auch die eine oder andere Person für Kommunalpolitik interessieren, vielleicht können wir dadurch die Wahlenthaltung der jungen Menschen durchbrechen“, hofft Ellermann.
Christa Bechtel
FREIE JOURNALISTIN
49448 Lemförde, Wiesenweg 22,
fon 0 54 43 / 5 06
fax / 99 82 39
E-Mail-Adresse: chris.cb@web.de
Erarbeitet wurden in der LWS fünf Themenfelder: „Wohnen und Leben“, „Arbeit und Beschäftigung“, „Umwelt und Energie“, „Mobilität“ und „Freizeit“, immer mit der Frage vor Augen: Wie möchte ich 2030 in Ostercappeln leben? „Es geht um den Ausschnitt ‚Perspektive Jugendliche‘, wie sie auf 2030 schauen und wie das Leben dann gestaltet werden soll“, erläuterte Katharina Mehring.
„Ich finde die Idee total gut, obwohl wir manchmal vergessen haben, dass das erst 2030 ist“, meinte Vivien, die damit aufzeigte, dass es für die Schüler nicht ganz einfach war, soweit nach vorne zu schauen. Viel hätten sie über die eigenen Bedürfnisse nachgedacht, aber auch bereits „ihre“ Kinder mit einbezogen. Einige signalisierten gleich, dass sie Ostercappeln nach der Schule den Rücken kehren andere, wie Vivien möchten bleiben: „Weil ich hier aufgewachsen bin“, sagte die Schülerin, die gerne Krankenpflegerin werden möchte. Wünschen würden sich die Jugendlichen zum Beispiel mehr Betriebe in der Nähe, „damit man hier arbeiten kann“, aber auch ein Schwimmbad, „was wohl finanziell nicht realisierbar ist“, so Jasmins Einschätzung.
„Als Gemeinde Ostercappeln sind uns die Meinungen unserer jungen Menschen überaus wichtig“, betonte Bürgermeister Rainer Ellermann, dass die Ergebnisse im „Leitbild“ mit erscheinen würden. Er kündigte an: „Wir werden die Schüler-/innen weiter am Prozess beteiligen und informieren.“ Sein Wunsch sei es: „Über diesen Prozess eine dauerhafte Aktion zu machen, sich also beispielsweise einmal jährlich im Forum der Schule für zwei Stunden zu treffen, um über die Rahmenbedingungen in der Gemeinde Ostercappeln zu diskutieren.“
Dann könnten die Jugendlichen hautnah erleben, „dass sehr wohl viele ihrer Vorschläge aufgegriffen, beraten und durchgeführt werden. Vielleicht können wir dann auch die eine oder andere Person für Kommunalpolitik interessieren, vielleicht können wir dadurch die Wahlenthaltung der jungen Menschen durchbrechen“, hofft Ellermann.
Christa Bechtel
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