Ministerin Mechthild Ross-Luttmann besucht Krankenhaus St. Raphael
Das Krankenhaus St. Raphael zeichnet sich durch große Menschlichkeit aus. Das spürt man sofort", sagte Mechthild Ross-Luttmann.
Die niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit informierte sich in Ostercappeln über die Arbeit der Klinik, die geplanten Investitionen am Standort und das Projekt Spes Viva.
Die niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit informierte sich in Ostercappeln über die Arbeit der Klinik, die geplanten Investitionen am Standort und das Projekt Spes Viva.
orf Ostercappeln.
Sie bescheinigte dem Krankenhaus Ostercappeln ein fachlich hohes Niveau. Dieses Niveau soll durch Neustrukturierungen und Investitionen weiter verbessert werden. Bis zum Jahr 2013 werden 15 Millionen Euro in St. Raphael „verbaut“.
Werner Lullmann und Michael Kamp von der Geschäftsführung der Niels- Stensen-Kliniken – St. Raphael gehört seit einem Jahr zu diesem Klinikverbund – erläuterten die Pläne. Möglich sind diese Bauvorhaben dank Geldern aus dem Konjunkturpaket des Bundes und der Unterstützung durch das Land Niedersachsen.
sagte Kamp. Außerdem werde der Pflegebereich ausgebaut, und es werde in die Tagesklinik und die Endoskopie investiert. Derzeit hat das Krankenhaus Ostercappeln übrigens eine Kapazität von 174 Betten. Das Konzept des Klinikverbundes sehe vor, dass neben der Grundversorgung an den einzelnen Standorten jeweils eine Spezialisierung erfolge, sagte Werner Lullmann.
In Ostercappeln sind das die Thoraxchirurgie und Lungenheilkunde sowie die Palliativmedizin. „Ziel ist es, eine Krankenhausversorgung im ländlichen Raum zu gewährleisten“, sagte der Geschäftsführer. Die Schließung der Geburtshilfeabteilung zum 1. Oktober 2009 war unvermeidlich. „Wir stoßen an natürliche Grenzen im personellen Bereich.“ Wie berichtet, war es nicht gelungen die Belegarztstelle wiederzubesetzen.
In der Pflege drohten mittelfristig ebenfalls Probleme. Der Klinikverbund bemühe sich, durch Qualifizierung der Mitarbeiter und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf hier rechtzeitig gegenzusteuern.
darauf hatte Bürgermeister Rainer Ellermann während der Begrüßung hingewiesen. „Wir spüren schon jetzt die Sogwirkung der Stadt Osnabrück.“ Der Versorgungsbezirk Osnabrück (Stadt und Landkreis) ist zwar hinreichend mit Ärzten und Fachärzten ausgestattet, aber das sagt nichts über die Verteilung aus.
Wer in Vennermoor wohne und auf den Öffentlichen Personennahverkehr angewiesen sei, sei für einen Arzttermin in der Stadt einen ganzen Tag unterwegs, sagte Ellermann. Das räumte auch die Ministerin ein.
Um die Versorgung im ländlichen Raum zu sichern, müsse der Beruf des Hausarztes attraktiver werden. Das sei eine Aufgabe der Politik. Das betreffe nicht nur finanzielle Aspekte, sondern auch die Ausbildung im Studium und die Arbeitsbedingungen, so Ross-Luttmann.
Es könne der Fall eintreten, dass eine Heilung nicht möglich sei. Hier spiele dann die Palliativmedizin eine wichtige Rolle.
Dieser Bereich ist erst seit einigen Jahren stärker im Bewusstsein verankert. Palliativmedizin ist nach den Definitionen der Weltgesundheitsorganisation und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin „die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer voranschreitenden, weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht und die Beherrschung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen höchste Priorität besitzt“.
Es geht also nicht um die Gesundung, sondern darum, den Patienten schmerzfrei ein Stück Lebensqualität zu erhalten. Hier wird in St. Raphael Vorbildliches geleistet in Verbindung mit dem Projekt Spes Viva, die Begleitung Schwerstkranker und Sterbender. betonte der Gast aus Hannover. Ross-Luttmann würdigte das Engagement des Initiators von Spes Viva, Prof. Dr. Winfried Hardinghaus Sie bedankte sich bei Hardinghaus auch für den Einsatz als Leiter der von ihrem Ministerium vor einem Jahr eingesetzten Niedersächsischen Koordinierungs- und Beratungsstelle für Hospizarbeit und Palliativversorgung mit Sitz beim Landkreis Osnabrück.
„Das Ehrenamt ist ein wichtiger Faktor“, sagte der Ärztliche Direktor. Ohne die ehrenamtlichen und ausgebildeten Hospizhelfer sei diese Aufgabe nicht zu leisten. Wichtig sei auch die Unterstützung des Landes, für die Hardinghaus dankte.
St. Raphael ist der Palliativstützpunkt für Stadt und Landkreis Osnabrück. Ziel ist es, die Hospiz- und Palliativversorgungsangebote zu vernetzen und optimal auszugestalten.
Text und Bild:
Wittlager Kreisblatt, 10.02.2010
Rainer Westendorf
Eintrag in das „goldene Buch“ der Gemeinde.
Im Bild von links: Klinikverbundgeschäftsführer Werner Lullmann, Verwaltungsdirektor Uwe Hegen, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Winfried Hardinghaus, Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann, Landtagsabgeordneter Clemens Lammerskitten, Bürgermeister Rainer Ellermann und Geschäftsführer Michael Kamp.
Sie bescheinigte dem Krankenhaus Ostercappeln ein fachlich hohes Niveau. Dieses Niveau soll durch Neustrukturierungen und Investitionen weiter verbessert werden. Bis zum Jahr 2013 werden 15 Millionen Euro in St. Raphael „verbaut“.
Werner Lullmann und Michael Kamp von der Geschäftsführung der Niels- Stensen-Kliniken – St. Raphael gehört seit einem Jahr zu diesem Klinikverbund – erläuterten die Pläne. Möglich sind diese Bauvorhaben dank Geldern aus dem Konjunkturpaket des Bundes und der Unterstützung durch das Land Niedersachsen.
„Vier neue Operationssäle werden errichtet“,
In Ostercappeln sind das die Thoraxchirurgie und Lungenheilkunde sowie die Palliativmedizin. „Ziel ist es, eine Krankenhausversorgung im ländlichen Raum zu gewährleisten“, sagte der Geschäftsführer. Die Schließung der Geburtshilfeabteilung zum 1. Oktober 2009 war unvermeidlich. „Wir stoßen an natürliche Grenzen im personellen Bereich.“ Wie berichtet, war es nicht gelungen die Belegarztstelle wiederzubesetzen.
In der Pflege drohten mittelfristig ebenfalls Probleme. Der Klinikverbund bemühe sich, durch Qualifizierung der Mitarbeiter und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf hier rechtzeitig gegenzusteuern.
In einigen Jahren drohe im ländlichen Raum ein Hausärztemangel,
Wer in Vennermoor wohne und auf den Öffentlichen Personennahverkehr angewiesen sei, sei für einen Arzttermin in der Stadt einen ganzen Tag unterwegs, sagte Ellermann. Das räumte auch die Ministerin ein.
Um die Versorgung im ländlichen Raum zu sichern, müsse der Beruf des Hausarztes attraktiver werden. Das sei eine Aufgabe der Politik. Das betreffe nicht nur finanzielle Aspekte, sondern auch die Ausbildung im Studium und die Arbeitsbedingungen, so Ross-Luttmann.
„Die Menschen wünschen sich eine wohnortnahe, gute Versorgung und menschliche Anteilnahme“, sagte die Landesministerin.
Dieser Bereich ist erst seit einigen Jahren stärker im Bewusstsein verankert. Palliativmedizin ist nach den Definitionen der Weltgesundheitsorganisation und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin „die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer voranschreitenden, weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht und die Beherrschung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen höchste Priorität besitzt“.
Es geht also nicht um die Gesundung, sondern darum, den Patienten schmerzfrei ein Stück Lebensqualität zu erhalten. Hier wird in St. Raphael Vorbildliches geleistet in Verbindung mit dem Projekt Spes Viva, die Begleitung Schwerstkranker und Sterbender.
„Spes Viva ist ein Markenzeichen geworden und ein Meilenstein“,
„Das Ehrenamt ist ein wichtiger Faktor“, sagte der Ärztliche Direktor. Ohne die ehrenamtlichen und ausgebildeten Hospizhelfer sei diese Aufgabe nicht zu leisten. Wichtig sei auch die Unterstützung des Landes, für die Hardinghaus dankte.
St. Raphael ist der Palliativstützpunkt für Stadt und Landkreis Osnabrück. Ziel ist es, die Hospiz- und Palliativversorgungsangebote zu vernetzen und optimal auszugestalten.
Text und Bild:
Wittlager Kreisblatt, 10.02.2010
Rainer Westendorf
Eintrag in das „goldene Buch“ der Gemeinde.
Im Bild von links: Klinikverbundgeschäftsführer Werner Lullmann, Verwaltungsdirektor Uwe Hegen, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Winfried Hardinghaus, Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann, Landtagsabgeordneter Clemens Lammerskitten, Bürgermeister Rainer Ellermann und Geschäftsführer Michael Kamp.












