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Di 9:30-11:30, Do 14:30-17:30, TI Do 8-13, TI Alte Mädchenschule, Kirchplatz 9, Di-Do 14-17

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Das Mu(h)seum in der Venner Mühle

Die Sonderausstellung im Obergeschoss der Venner Mühle ist Rinderobjekten edelster Rasse aus aller Welt gewidmet. Im Mu(h)seum ist ein Teil der über 2000 Figuren umfassenden Sammlung von Dr. Dr. Michael Brackmann zu sehen. Es sind Darstellungen des Tieres, dem die Menschheit in den letzten 12.000 Jahren soviel verdankt. Über 70 laufende Meter Kuhliteratur stehen in seiner Bibliothek. Und auch ein eigenes illustriertes Werk mit dem Titel „Das andere Kuhbuch“ berichtetet über die vielen Rinderrassen.


Darüber hinaus sammelt Michael Brackmann alles, was mit dem so nützlichen Hornvieh zusammenhängt. Das Spektrum der Sammelobjekte reicht vom Melkeimer bis zu den Kuhglocken, über Ochsenjoche und Kuhschwanzfliegenwedel bis zur roten Capa der Toreros und dem Lasso der Gauchos.

In der Eisenzeit und früher, so sagen wenigstens die Paläontologen, gingen der Homo sapiens (Mensch) und der Bos taurus (Rind) eine für beide Seiten erfolgreiche Verbindung ein. Die Rindviecher wurden mit einer derzeit geschätzten Kopfzahl von etwa 1,3 Milliarden weltweit zur häufigsten Großsäugerspezies und der Mensch wandelte sich vom streunenden Sammler und Jäger zum sesshaften Ackerbauern und Viehzüchter. Durch das Vieh befreit von der täglich unsicheren Nahrungs­beschaffung war er jetzt in der Lage, das zu entwickeln, was wir Hoch­kultur nennen. Die Menschen der Antike, seien es die Sumerer, Babylonier, Phönizier, Ägypter oder Griechen waren sich dieses Zusammenhanges durchaus bewusst. Die Kuh und der Stier galten ihnen als verehrungswürdige Mitgeschöpfe und spielten in vielen ihrer Kulten und Riten eine herausragende Rolle. Entsprechend häufig standen sie den antiken Künstlern Modell und wurden so der Nachwelt hinterlassen, wie schon ein flüchtiger Blick auf die ersten hundert Seiten eines Lexikons der Kunstgeschichte be­weist. Einige dieser Skulpturen, leider nur als Repliken, befinden sich in der Sammlung des Tierarztes.

In Europa gehören Kuh, Kalb und Stier untrennbar zu jeder Kultur dazu, so selbstverständlich, dass es häufig nicht mehr realisiert wird. Von Spitzbergen bis Sizilien, vorn Ural bis zu den Pyrenäen grast muht und wiederkäut es. In jeder Region haben die Menschen ein spezielles Verhältnis zu ihrem gehörnten Mitgeschöpfen entwickelt. Dieses ist mal eher unterkühlt auf Effizienz abgestellt wie in den Nordländern, mal ist es temperamentvoll euphorisch mit reichlicher Symbolbefrachtung wie auf der iberischen Halbinsel, mal wirkt es heiter folkloristisch wie in den Alpenländern oder es erscheint streng wissenschaftlich ernst wie auf den britischen Inseln. Jeder Landstrich hat seine Kühe und seine dazu passende mehr oder weniger künstlerische Wiedergabe. Viele finden sich in den Vitrinen des Landtierarztes im Osnabrücker Land.

Allerdings wurden nicht alle in ihrer Heimat von dem Hornviehenthusiasten als Souvenirs auf eigenen Reisen ergattert. Fundgruben für den engagierten Kuhsammler sind Antiquitätengeschäfte, Ethnoshops und Dritte-Welt-Läden. Manches Tier wurde auf einem Flohmarkt oder einem Wohltätigkeitsbasar aufgetrieben. Als ein wahres Eldorado erwies sich die EXPO 2000 in Hannover. Darüber hinaus bringen Verwandte, Freunde und Bekannte, Kunden oder einfach nur nette Menschen, die von der tierischen Leidenschaft des Kuhdoktors wissen, von ihren Reisen wahre Schmuckstücke für ihn mit.

So kamen aus exotischen Ländern wie Burkina Faso, Aserbeidschan, Mauritius, Georgien, Nepal, Kayman, lslands oder aus der Mongolei interessante Einzelstücke in die Brackmannsche Kollektion. Und vielleicht haben auch Sie das eine oder andere Rindvieh bei sich herumstehen, das im Mu(h)seum gut aufgehoben wäre.

Nicht nur in der Frühgeschichte sondern auch heute noch gilt, dass die künstlerische Darstellung des Hornviehs das Verhältnis von Mensch zu Rind in dieser Kultur, in diesem Land, bei diesem Volk wiederspiegelt. Ein gutes Beispiel dafür ist Indien und dort genauer gesagt die hinduistische Kultur. Die Kuh ist den Brahmanen heilig. Sie nennen sie „Mutter Kuh“, der Ursprung von allen und allem. So wie in einer gutdeutschen Stube ein bronzenes Ross springt, ein hölzerner Hirsch röhrt oder ein tönerner Schäferhund auf der Anrichte wacht, ist in einer indischen Wohnung die Kuh bevorzugter Nippes. Indien ist ein schier unerschöpflicher Quell der Freude für den Rinderfreak. Aus schlichtem Holz, einfach bemalt oder mit kunstvollen Beschlägen, aus Glasperlen gewirkt, in Bronze gegos­sen, aus Silber getrieben oder aus Halbedelsteinen geschliffen bilden die Zebus eine starke Fraktion in der Kuhsammlung. Sie stammen aber nicht nur aus dem indischen Mutterland, sondern auch aus den benachbarten Regionen, wie Sri Lanka, Indonesien, Malaysia oder Thailand. Deutlich wird aus der Thematik der Abbildungen, dass dort das Hornvieh fast gar nicht als Fleisch- und nur wenig als Milchlieferant gesehen wird, sondern in erster Linie als Traktor bei der Feldbestellung. Eine Dienstleistung, die bei uns weitestgehend in Vergessenheit geraten ist.

Obwohl in Afrika die Kuh eine ähnli­che Verehrung genießt, wie in Südostasien, sind Exponate von diesem Kontinent eher Raritäten, wie etwa Specksteinschnitzereien aus Kenia, Schmiedarbeiten aus Nigeria oder einfach aus Weidedraht geflochtene Bullen aus Simbabwe. Die meisten schwarzafrikanischen Rinderhalter sind Nomaden und diese verzichten in ihrer Kultur auf die darstellende Kunst. Das ewige Ein- und Auspacken auf ihren regelmäßigen Wanderungen ist doch recht aufwendig, was jedermann hierzulande nachvollziehen kann, der mehr als dreimal umgezogen ist. Zudem ist im Islam, der dort vorherrschenden Religion, eine bildliche Wiedergabe von Gottes Geschöpfen verpönt. Aus der arabischen Welt gibt es daher außer einigen wenigen stark stilisierten Keramiken so gut wie keine Objekte für den Boviphilen. Ergiebiger ist da Südamerika, obwohl die Rindviecher erst mit den spanischen Konquistadoren dorthin gelangten. Interessant ist es, zu sehen, dass Stierfiguren aus Mexiko oder Venezuela frappant an die Skulpturen der Azteken erinnern. Die postkolumbianische Faunaerweiterung wird also heute mit präkolumbianischen Stilelementen wiedergegeben.

Dr. Dr. Michael Brackmann
Schwagstorf, Am Teufelsbruch 4,
49179 Ostercappeln

Im Umkreis der Venner Mühle, auf der Mühleninsel, sind Fachwerkständerbauten und ein Bauerngarten zu sehen. Im Pferdestall mit Kaminofen finden kleine Veranstaltungen statt.

Öffnungszeiten: Sonntag 11 -17 Uhr (Mai - Okt.) Führungen für Gruppen außerhalb der Öffnungszeiten: Heimat- und Wanderverein Venne, Tel. 05476-1272. Eintritt: frei
Anfahrt : Osnabrücker Str. 4, 49179 Ostercappeln-Venne
 

Gemeinde Ostercappeln
http://www.ostercappeln.de
erstellt am 06.05.2013
bearbeitet am 10.01.2014